Historie

Sehlendorf hatte früher einen kleinen Hafen.
Dieser wurde nach der großen Sturmflut 1634 durch die zurückströmenden Wassermassen aber zugespühlt und konnte nicht mehr von Schiffen befahren werden. Da nun viele Waren mit Pferdefuhrwerk zum Tivoli in Richtung Hohwacht an der Brök zum Einschiffen oder an den Sehlendorfer Landeplatz gebracht werden mussten, war ein Lagerplatz nötig. Also baute man mehere Packhäuser. Hier wurden eine Menge Waren gestapelt.
Holz, Salz, Erze, Kalk, Steinkohle, Teer und Getreide
(1855 ist von einem "ziemlich beträchtlichen Geschäft" die Rede).

Die Verladung war nicht einfach: Die Handelsschiffe fuhren so weit wie möglich an den Strand, dann nahmen ihnen die Fischerboote die Ladung ab, wenn diese dann auch nicht mehr weiter rudern konnten, übernahmen die Bauern mit Pferdefuhrwerk den weiteren Transport. 1850 wurde am Packhus ein neues Wohnhaus gebaut, mit Büro und kleiner Gaststube zum aufwärem, für Wartezeiten undHandelsgeschäfte. Die Gebäute mit den roten leuchtenden Ziegeldächern und den hohen Bäumen waren als "Packhäuser" schon in alten Seemanskarten zur Orientierung der Schiffer eingetragen. Mit Eröffnung der Bahnstation Lütjenburg 1891 lohnte dann der Seehandel nicht mehr. Die alten Speicher wurden 1932 durch Sturm zum Teil und 1936 durch ein Großfeuer bis auf die Grundmauern vernichtet. Für diese wurde als Ersatz neu eine Scheune wieder aufgebaut.



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